Auf Wiedersehen Bali

Ich kann es kaum glauben, dass meine 4 Wochen auf Bali schon um sind und es morgen weiter nach Neuseeland geht. Besonders die letzte Woche ist unglaublich schnell vergangen, wobei es ein toller Abschluss war, dass wir zufällig dabei waren, als die ersten Baby Schildkröten geschlüpft sind und dass wir eine von den älteren Schildkröten „freilassen“ durften. Doch auch wenn ich besonders die Leute aus dem Projekt sehr vermissen werde, bin ich zum größten Teil doch erleichtert, die Insel wieder zu verlassen. Die Lebensumstände hier waren doch ein größerer Schock als ich erwartet hätte, was auch die Palmen, die Wasserfälle und die traumhaften Strände nicht ausgleichen konnten.

Das Erste, und auch Schockierendste, was einem direkt auffällt, ist, dass die Insel im Müll versinkt. So etwas wie eine Müllabfuhr existiert weder auf Bali, noch auf Nusa Penida. Das führt dazu, dass der Müll entweder auf der Straße oder in den Vorgärten verbrannt wird, was furchtbar stinkt, oder einfach auf den Boden oder ins Meer gekippt wird, was vermutlich auf den Großteil zutrifft. Sowohl die Menschen, wie auch die Tiere, laufen und leben im Müll.

Das Nächste, und eigentlich genauso Erschreckende, sind die Hygienestandards. Das Leitungswasser ist mit Keimen und Bakterien verseucht und ist theoretisch für nichts zu gebrauchen. Da man aber natürlich keine Wahl hat und trotzdem duschen, Zähne putzen oder das Geschirr absülen muss, kam es nicht selten vor, dass Leute aus unserem Projekt, oder auch aus anderen Projekten, krank waren und manche auch ins Krankenhaus mussten. Wobei es ebenso häufig vorkam, dass das Essen der Auslöser für Krankheiten und Infektionen war. Auf Bali gibt es nämlcih keine richtigen Supermärkte, in denen man Lebensmittel kaufen kann, sondern Obst, Gemüse und Fleisch kann ausschließlich an Straßenständen gekauft werden, wo die Waren mehrere Tage bei 35° in der prallen Sonne liegen und teilweise vor sich hin schimmeln oder von Insekten zerfressen werden.

An Dinge wie Strom- und Wasserausfälle, Ameisen und Gekkos in den Zimmern und algenähnliches Zeug in den Trinkwasser-Kanistern hat man sich tatsächlich ziemlich schnell gewöhnt (Wobei ich mich immer noch vor den Gekkos ekele, aber sie sind besser als Spinnen).

Daher freue ich mich sehr, morgen endlich wieder „die Zivilisation“ zu erreichen ;D Dennoch war es eine tolle Zeit und ich nehme sehr viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen von hier mit.

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